Virtuelle ProZ.com Konferenz – ein Bericht (Teil 1)

Versprochen ist versprochen… Hier kommt der erste Teil meines Berichtes über einen Vortrag, den ich mir im Laufe der virtuellen ProZ.com Konferenz angehört habe: Paul Urwin sprach über Effektive Verkaufs- und Marketingstrategien für Übersetzer und Dolmetscher. Vorweg möchte ich sagen, dass dieser Vortrag zwar auf Übersetzer und Dolmetscher ausgerichtet war, die verschiedenen Aspekte jedoch für alle von Interesse sind, die neue Kunden gewinnen möchten. Die Präsentation hat mich dazu bewegt, meine eigenen Maßnahmen einmal wieder zu prüfen.

Paul Urwin begann mit der Überlegung, dass alle Verkaufs- und Marketingmaßnahmen das Ziel haben, den Übersetzer oder Dolmetscher glücklich zu machen. Somit stellt sich die Frage, was ein „glücklicher Übersetzer“ ist. Das ist ein interessanter Gesichtspunkt, mit dem man sich im Alltag gar nicht unbedingt bewusst beschäftigt.

Paul Urwin definiert einen glücklichen Übersetzer als jemanden, der liebt, was er tut, der für seine Arbeit angemessen bezahlt wird, der eine gute Work-Life-Balance hat und der den Vorteil, zumindest teilweise räumlich unabhängig zu sein, positiv für sich nutzt. Mein persönliches Fazit: Mit dieser Definition kann ich mich voll und ganz identifizieren 🙂

Als nächstes ging es um die Abgrenzung von Marketing und Verkauf. In Marketing stecken die Worte „Marke“ und „Markt“ – es dient also der Bildung bzw. Festigung der Marke auf dem entsprechenden Markt. Beim Verkauf wird schließlich der Ruf der Marke genutzt, um die Leistungen oder Produkte an den Kunden zu bringen. Es folgte die eingängige Definition: Der Verkauf beginnt dort, wo das Marketing endet.

Welche Arten des Marketings gibt es? Hier kann zwischen Online- und Offline-Marketing unterschieden werden. Zum Online-Marketing zählen die Webseite, Google Ad-Kampagnen, soziale Medien sowie E-Mail-Kampagnen.

Beim Online-Marketing spielt die eigene Webseite die größte Rolle, denn sie ist heutzutage meist der erste Kontaktpunkt zwischen Anbieter und potenziellem Kunden. Daher sollte direkt auf der Startseite das Angebot bzw. das Produkt ersichtlich sein, sie sollte gut strukturiert sein und vor allem die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme bieten (Telefonnummer, E-Mail Button oder Kontaktformular).

Nach einer kurzen Erläuterung zu Google Ad-Kampagnen kam Paul Urwin zu den sozialen Medien, an denen inzwischen niemand mehr vorbeikommt. Allerdings warf er auch ein, dass es inzwischen recht viele Plattformen gibt, so dass die Gefahr besteht, sich zu verzetteln. Somit gab Paul Urwin den Tipp, sich auf einige wenige Plattformen zu beschränken, hier jedoch vollständige und aussagekräftige Profile zu hinterlegen. Ich habe mich beispielsweise für ProZ.com entschieden, da dies eine spezielle Plattform für Übersetzer ist. Des Weiteren habe ich XING den Vorrang vor LinkedIn gegeben, um auch auf dem deutschen Markt sichtbar zu sein.

Zu den sozialen Medien zählen außerdem Twitter oder ein Blog, die im Vortrag von Paul Urwin nicht unerwähnt blieben. Hier habe ich für mich persönlich gesagt „entweder – oder“ und mich für den Blog entschieden. Im Übersetzungswesen gibt es einfach zu viel Inhalte, die kommuniziert werden können, so dass ich einen Blog in diesem Bereich für das bessere Medium halte.

E-Mail-Kampagnen sind im Grunde die elektronische Entsprechung des Werbebriefes. Der Vorteil gegenüber dem Werbebrief liegt klar auf der Hand: Man kann mit deutlich geringeren Kosten viel mehr potenzielle Kunden erreichen.

Wird fortgesetzt 🙂 In einem weiteren Blogartikel werde ich über den zweiten Teil des Vortrages berichten – das Offline-Marketing und Aspekte des Verkaufs.